Josef K. dostává k vyřízení spis Josefa Š.

Durchfall der Werte

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Dietl adaptuje Flauberta, Lada ilustruje Švejka, (pak teda dlouho dlouho nic a pak) Landa zpívá Kryla (jen pro názornost). A tak je to se vším, a kdyby to náhodou nestačilo, Svěrák točí filmy a Klus existuje. Šach mat.

Návrat tradičních hodnot: do Ruska, do Iráku, do ložnic úplně cizích lidí. Zpravidla s úmyslem někomu něco uříznout – tu poloostrov, tu hlavu, tu hříšný penis, který, ó hrůzo. Lovecké výjevy z Dolních Bavor. Mravnost, kam se podíváš, a je poznat, kudy šla. A znovu a znovu a znovu citujeme Zolu: je to ale pakáž, tihle počestní lidé, gehört sich nicht für eine anständige Frau.

Též: Tragický příběh mladého Němce, který dovandruje na jedno malé zapomenuté nádraží a zjistí, že je před ním ve frontě šest milionů Židů, kteří už pětasedmdesát let čekají, až se pokladní vrátí z oběda.

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A když už:

Philipp lag auf dem Patientenbett in Behudes verdunkeltem Behandlungszimmer. […] Behude sagte: »Es ist ein schöner Sommertag. Sie haben Urlaub. Sie liegen auf einer Wiese. Sie haben nichts zu tun. Sie sind ganz entspannt.« Behude stand im verdunkelten Zimmer wie eine sanfte Traumfigur über den liegenden Philipp gebeugt. Die Traumfigur hatte ihre Hand sanft auf Philipps Stirn gelegt. Philipp lag auf dem Bett des Arztes in einer Anspannung von Lachlust und Gereiztheit. Da strengte sich der liebe gute Behude so an, verbrauchte sein bißchen Kraft und dachte sich Ferien aus. Philipp machte sich nichts aus schönen Sommertagen. Er hatte keinen Urlaub. Er hatte noch nie in seinem Leben Urlaub gehabt. Das Leben beurlaubte Philipp nie. Man konnte es so sehen. Immer wollte Philipp etwas tun. Er dachte immer an eine große Arbeit, die er beginnen und die ihn vollkommen erschöpfen würde. Er bereitete sich in Gedanken auf diese große Arbeit vor, die ihn anzog und erschreckte. Er konnte mit Recht sagen, die Arbeit lasse ihn nicht los; sie quälte und beglückte ihn, wo er ging und wo er stand und selbst wenn er schlief; er fühlte sich zu dieser Arbeit aufgerufen; aber er tat nie oder nur sehr selten wirklich etwas; er versuchte es nicht einmal. Und so betrachtet, war sein Leben bisher ein einziger langer Urlaub gewesen, ein schlecht verbrachter Urlaub, ein Urlaub bei schlechtem Wetter, in schlechten Unterkünften, in schlechter Gesellschaft, ein Urlaub mit zu wenig Geld. »Sie liegen auf einer Wiese -« Er lag auf keiner Wiese. Er lag auf dem Patientenbett bei Behude. Er war nicht verrückt. Wieviele Irre, wieviele Hysteriker und Neurotiker mochten schon vor ihm auf diesem Entspannungsbett gelegen haben? Immer hatte Behude seinen Patienten schöne Urlaubstage vorgeträumt: Urlaub vom Wahn, Urlaub von der Einbildung, Urlaub von der Angst, Urlaub von der Sucht, Urlaub von den Konflikten. Philipp dachte ›soll ich träumen? ich träume nicht Behudes Traum, Behude sucht auf dem Grunde unseres Seins einen normalen Angestellten zu finden, ich hasse Wiesen, warum soll ich auf einer Wiese liegen? ich liege nie auf einer Wiese, die Natur ist mir unheimlich, die Natur beunruhigt, ein Gewitter beunruhigt mit dem Wechsel der elektrischen Spannung auf der Haut und in den Nerven, es gibt nichts Böseres als die Natur, nur der Schnee ist schön, der leise der freundliche der sanft fallende Schnee‹. Behude sagte: »Sie sind nun völlig entspannt. Sie ruhen aus. Sie sind glücklich. Keine Sorgen können Sie erreichen. Keine schweren Gedanken belasten Sie. Sie fühlen sich richtig wohl. Sie schlummern. Sie träumen. Sie träumen nur angenehme Träume.« Behude zog sich auf Zehenspitzen von Philipp zurück.

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